Wir – zwischen Pause und Gewissen.

Zum Nachdenken.

Du,
ich will mit dir eine Sandburg bauen!
Hast du Zeit, oder musst weiter auf dein Handy schauen?
Du,
ich brauch noch wen, da vorne, zum wippen,
kommst du mit, oder musst du noch Nachrichten tippen?
Du,
guck mal was ich jetzt kann!
Hälst dein Handy auf mich, siehst du mich denn auch an?
Du,
der Käfer da, wie heißt der, der mit dem Fleck?
Du guckst gleich, sagst du, doch dann ist er schon weg.
Du,
ich brauch deine Hilfe; kann aus den Sachen nicht raus.
Du kommst bald, sagst du, trinkst den Kaffee noch aus.
Du,
wir spielen verstecken, bist mit zählen dran!
Jetzt nicht, sagst du. Machst mir erstmal den Fernseher an.
Du,
ich brauch jetzt mal Ruhe, möchte mich ausruhen mit dir.
Doch du hast noch so viel zu tun, sagst du mir.
Du,
ich kann dir doch helfen, musst es mir nur zeigen.
Nee, ich mach das schon, sagst du. Lass es besser bleiben.

Du…
kann man Gefühle eigentlich sehen?
Ja, mein Schatz, das kann ich;
und ich kann dich verstehen.
 

Menschen; voller Empathie, kompromissbereit, liebend, bedingungslos.
All das sind wir.
Wir – und vor allem – unsere Kinder.
 

 

Auch wenn er nur in geringem Maße auf mich zutrifft, habe ich mir diesen Text für
„hinter die Ohren“ geschrieben.
Für meine geliebten, aufmerksamen und wachsamen Töchter,
ohne die ich ein noch schlimmerer Handy-Junkie und eine noch schlimmere Ordnungsfanatikerin wäre.
 

 

 

 

~ children are not a distraction from more important work, they are the most important work~
C.S. Lewis.

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